Eine große Beobachtungsstudie mit über 2.000 älteren Erwachsenen in Japan weist auf einen Zusammenhang zwischen Vitamin C und dem alternden Gehirn hin. Personen mit niedrigeren Vitamin-C-Werten im Blut wiesen weniger graue Substanz und schwächere Verbindungen in einem zentralen Hirnnetzwerk auf.

Das Forschungsteam um Haruka Nagaya von der Hirosaki-Universität analysierte Magnetresonanztomografie-Aufnahmen und Blutproben von 2.044 Teilnehmenden über 64 Jahren. Sie untersuchten das Volumen der grauen und weißen Substanz sowie die Konnektivität im sogenannten Default Mode Network, das an Gedächtnis, Aufmerksamkeit und anderen kognitiven Funktionen beteiligt ist. Nach Bereinigung um Faktoren wie Alter, Bildung und körperliche Aktivität zeigte sich ein deutliches Muster: Niedrigere Vitamin-C-Spiegel korrelierten mit reduziertem Volumen der grauen Substanz und schwächerer Vernetzung in diesem Netzwerk.

Die Studie, veröffentlicht am 10. Juni 2026 im Fachjournal PLOS One, bestätigt frühere Hinweise, dass eine vitamin-C-reiche Ernährung das Gehirn im Alter unterstützen könnte. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, lässt sich jedoch kein direkter Kausalzusammenhang ableiten. Weitere Forschung ist nötig, um die biologischen Mechanismen zu klären.

Quelle: Nagaya H. et al., PLOS One, 10. Juni 2026 (Hirosaki University, Japan)