„Ein Gläschen in Ehren" — lange galt moderater Alkohol als harmlos, manche hielten ihn sogar für gesund. Neuere und sorgfältigere Auswertungen zeichnen ein anderes Bild: Schon kleine Mengen erhöhen das Risiko messbar.

Was die Studien zeigen

Große Analysen zeigen, dass das Risiko für mehrere Erkrankungen bereits bei gut einem alkoholischen Getränk pro Tag (mehr als etwa achteinhalb Drinks pro Woche) deutlich ansteigt. Der lange verbreitete „Schutzeffekt" von wenig Alkohol — etwa fürs Herz — hat sich in besseren Studien weitgehend in Luft aufgelöst: Er beruhte oft auf Vergleichsgruppen, die aus anderen Gründen weniger gesund waren.

Warum es kein „sicheres" Maß gibt

Die Weltgesundheitsorganisation stellt klar: Für Alkohol gibt es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge. Schon geringe Mengen erhöhen unter anderem das Risiko für bestimmte Krebsarten. Alkohol ist von der WHO als krebserregend eingestuft — in derselben Kategorie wie Tabak. Das heißt nicht, dass ein einzelnes Glas sofort krank macht, aber: Weniger ist eindeutig besser, und gar kein Alkohol ist am sichersten.

Was das im Alltag bedeutet

Wer seinen Konsum senken möchte, profitiert schon von kleinen Schritten: alkoholfreie Tage einplanen, Gläser bewusst zählen, zu Hause keinen Vorrat halten und Alternativen wie alkoholfreie Getränke ausprobieren. Im Islam wie in mancher anderen Tradition gilt der bewusste Verzicht ohnehin als Wert — die moderne Forschung gibt diesem Gedanken heute recht.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.